S. 140-149






Nachtrag.
Folgenden Abschnitt hatte ich an der richtigen Stelle einzufügen versäumt;
dies ist die passende Stelle, es nachzutagen:


Man sieht hier, wie aus der intelligiblen Welt eine sinnliche entstehen kann dadurch:

1. Wir müssen diskursiv denken.
2. Wir müssen allem Bestimmen ein Bestimmbares voraussetzen.
3. Das vorauszusetzende Bestimmbare bekommt den Charakter der Objektivität. (Es erscheint als ein Gefundenes, Gegebenes, ohne unser Zutun Vorhandenes.)

Des Übergehens, es mag nun sein ein Übergehen des Denkens oder Wollens, werde ich mir bewusst als meines eignen Wirkens; es setzt aber allemal ein Bestimmbares voraus, von dem übergegangen wird, und in sofern ist das Bestimmbare gegeben. Es kommt nicht vor außer in wiefern ich es denke, aber wenn ich denke und will, so kommt es vor als mein Denken und Wollen bedingend als ein Gefundenes.

Durch diese Bemerkung wird unser Idealismus vernunftmäßig und erklärt das Bewusstsein. Der transzendente Idealismus behauptet, das Dasein der Dinge sei nur Einbildung. (Schon die Kantsche Philosophie sagt: Die Er- fahrung ist Erscheinung, aber nicht Schein.)
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Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 147



Nota. - Nicht zu vergessen: Die intelligble Welt entstand ihrerseits aus dem Gefühl, das der Widerstand hervor- rief, auf den meine ursprüngliche reale Tätigkeit stieß. Aus ihr wird eine sinnliche Welt, indem der Widerstand bestimmt, nämlich begriffen wird. Das Ideale ist ein Medium. In Wahrheit wird nicht demonstriert, wie aus einer intelligiblen Welt ein sinnliche wird, sondern umgekehrt: wie in die sinnliche Welt Intelligenz hineinkam.
JE






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